Einstein Telescope (E-Test)

 

Die Entdeckung der Gravitationswellen wurde im Jahr 2017 mit dem Nobelpreis prämiert und stellt den finalen Beweis für Einsteins Raumzeit-Theorie dar. Mit dem Ziel dieses Phänomen weiter zu erforschen und um einen Gravitationswellendetektor der nächsten Generation zu bauen, wurde das EU finanzierte Projekt “Einstein-Teleskop ” begonnen. Gemeinsam mit 10 weiteren multidisziplinären Partnern aus dem Dreiländereck Deutschland, Belgien und den Niederlanden arbeitet die RWTH Aachen University an einer Machbarkeitsstudie für den Bau dieses Gravitationswellendetektors in der Euregio Maas-Rhein.

Neben komplexen, technischen Anforderungen stellt der Bau des Einstein Teleskops die Forschungspartner auch vor geologische Herausforderungen: Zum einen soll die Anlage unterirdisch betrieben werden. Hierfür werden Tunnel in der Form eines gleichseitigen Dreiecks von 10 km in einer Tiefe von 300 Metern benötigt. Zum anderen ist diese Untergrundstruktur bestmöglich vor natürlichen und anthropogenen, seismischen Störgeräuschen abzuschirmen. Diese Abschirmung kann bereits durch natürliche Sedimentschichten gewehrleistet werden.

Für all diese Herausforderungen ist ein gutes Verständnis des Untergrunds gefordert, weshalb das CGGE an 3D geologischen Modellen der Region arbeitet. Hierfür werden existierende geologische Daten verschiedener Datenbanken homogenisiert und geologische Karten und Profile digitalisiert. Des Weiteren werden die Ergebnisse der aktuellen geophysikalischen Exploration, die im Rahmen des „Einstein-Teleskop“ Projektes von den beteiligten Partnern erhoben werden, genutzt, um das Verständnis des Untergrundes in der Region zu verbessern. Diese Daten erlauben es mit der Opensource-Modeling Software „Gempy“ 3D-Untergrundmodelle zu entwickeln. Mit Hilfe statistischer Methoden kann außerdem die Unsicherheit, verursacht durch z.B. Messungenauigkeiten, für diese Modelle quantifiziert werden.

Die finalen Modelle können nicht nur als Grundlage für Simulationen von geologischen Prozessen wie Grundwasserfluss oder Erdbeben genutzt werden, sondern auch für Entscheidungen zu Orientierung und Design des Einstein Teleskop, um somit zukünftige Entscheidungen zu optimieren.

Externe Links:

Einstein Teleskop

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